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Lebens- und SozialberaterIn:
LebensberaterIn;
Berufsbild:

Lebens- und SozialberaterInnen bieten
Menschen, die sich in verschiedenen psychisch oder sozial bedingten
schwierigen Lebenssituationen befinden, Begleitung und Betreuung.
Lebens- und SozialberaterInnen leisten zwar Beratung, jedoch keine
Psychotherapie. Die Beratungstätigkeit umfasst z. B.
Persönlichkeitsberatung, Konfliktmanagement, Partnerschaftsberatung,
Trennungsberatung, Erziehungsberatung, Sexualberatung, Krisen- und
Trauerarbeit, Ressourcenaufbau oder Lebensplanung und Sozialberatung.
In der Beratung, die sowohl einzeln als auch in Gruppen stattfindet,
unterstützen sie ihre KlientInnen dabei, selbst Handlungs- und
Verhaltensalternativen zu planen und durchzuführen. Dabei nehmen sie
immer auf die aktuelle und den KlientInnen bewusst zugängliche
Lebenssituation Rücksicht.

Voraussetzungen:

Die Ausbildung zur / zum Lebens- und
SozialberaterIn (Gewerbe Lebens- und Sozialberatung) ist gesetzlich
geregelt. Sie erfolgt im Lehrgang für Lebens- und Sozialberatung, der
von zahlreichen privaten Institutionen angeboten wird. Der Lehrgang
dauert fünf bis sechs Semester, das Berufspraktikum (beginnt schon
während des Lehrganges) noch zusätzlich etwa zwei bis vier Semester.
Insgesamt umfasst die Ausbildung mindestens 584 Stunden Unterricht in
Theorie sowie mindestens 650 Stunden fachliche Tätigkeit, darunter
mindestens 100 Stunden Supervision. Das Lehrgangszertifikat berechtigt
zur Ausübung des Gewerbes Lebens- und Sozialberatung.
Ausbildungseinrichtungen, z.B.: bfi, WIFI, Institut für Logotherapie & Existenzanalysen, Akademie der Steirischen Gesellschaft für Lebens- und Sozialberatung, Transaktionsanalytisches Seminar, ARGE Bildungsmanagement.

Tätigkeiten:

Lebens- und SozialberaterInnen versuchen für Problemsituationen unterschiedlichster Art Beratung und Hilfe zu bieten. Ihre Beratungsleistungen betreffen sowohl individuelle als auch soziale Problemfelder, wobei die Beratung z.B. finanzielle oder rechtliche Fragenkomplexe umfassen kann. Typische Aufgabenfelder sind Persönlichkeitsprobleme (Angst, Einsamkeit), Krankheit und Folgen von Krankheit, Identitätsstörungen, Partnerschafts- und Familienprobleme, Erziehungsprobleme, Entwicklungsstörungen, aber auch Entscheidungsschwierigkeiten bei Ausbildungs- und Berufswahl, Arbeitsplatzwechsel usw. Ziel der Tätigkeit ist immer Hilfe zur Selbsthilfe. Wichtig ist dabei, dass es sich bei diesem Beruf ausschließlich um Beratung und nicht um Therapie (Tätigkeitsfeld von PsychotherapeutInnen, medizinischen TherapeutInnen) oder Diagnostik (Tätigkeitsfeld von PsychologInnen, MedizinerInnen) handelt. Teilweise arbeiten Lebens- und SozialberaterInnen daher auch mit JuristInnen, ÄrztInnen, PsychologInnen usw. zusammen bzw. verweisen ratsuchende Personen an diese weiter. Lebens- und Sozialberatung wird in Form individueller Dienstleistung, im Rahmen von Gemeinschaftspraxen, als Ergänzung zu Therapien, in Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen o.ä. angeboten.

Anforderungen:

• Gute Beobachtungsgabe,
• exakte sprachliche Ausdrucksfähigkeit,
• analytisches Denkvermögen,
• Konzentrationsfähigkeit,
• Kommunikationsfähigkeit,
• Motivationsfähigkeit,
• Fähigkeit, persönliche Distanz zu halten,
• Psychische Belastbarkeit.

Berufstyp:
Reglementierter Beruf.
Strukturierter Ausbildungsgang.
Zuständige Behörde:
Bundesministerium für Wirtschaft, Jugend und Familie, Abt. I/9.
Aus- und Weiterbildungs- möglichkeiten:
Berufsspezifische Ausbildungen
Fernuniversitätsstudien
Lehrgänge
Privatuniversitätsstudien
Universitätslehrgänge, Lehrgänge zur Weiterbildung
Universitätsstudien
Weiterbildungen
 
Berufsbereich: