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AnlagenbautechnikerIn:
MaschinenbautechnikerIn im Bereich Anlagenbau; ProjektleiterIn/Anlagenbau; InbetriebsnahmeleiterIn/Anlagenbau;
Berufsbild:

Unter Anlagen versteht man komplexe Maschinen und Geräte im technisch industriellen Bereich; AnlagenbautechnikerInnen sind v.a. in Bereichen des Maschinenbaus, der Chemotechnik, der Elektrotechnik, mit Aufgaben der Konstruktion, Planung, Errichtung, Abnahme, Wartung und Kontrolle usw. beschäftigt. Typische Beispiele für Projekte im ßanlagenbau sind Kraftwerke, Raffinerien, Verkehrssysteme, Kläranlagen usw. Der Unterschied zum Maschinenbau liegt vor allem in der langfristigen Planung und damit Projektdauer (zumeist mehrere Jahre), dem großen finanziellen Einsatz sowie dem hohen Mas an politischer Einflussnahme bei Projekten des Anlagenbaus.
Der primäre Aufgabenbereich von AnlagentechnikerInnen ist die Montage und die Inbetriebnahme von Anlagen (z.B. Textil-, Papier-, Verpackungs- oder Sägewerkeinrichtungen). Diese Tätigkeit gliedert sich nach dem mechanischen, dem elektrischen und dem steuertechnischen Teil.
Die Errichtung einer Anlage umfasst folgende Bereiche:
- Montage: Zusammenbau und Installation (nach vorgegebenen Konstruktionszeichnungen)
- Elektrik: Verlegen der Leitungen und Anschliesen der Verbraucher
- Steuerungstechnik: Verlegen der Hydraulik- bzw. Pneumatikleitungen nach Schaltplänen
- Inbetriebnahme: Einstellen und Abstimmen der Anlagenteile untereinander und Probeläufe
In diesem Bereich arbeiten auch AbsolventInnen verschiedener Lehrberufe, z.B. AnlagenmonteurInnen, zumeist unter Anleitung von AnlagentechnikerInnen.
In der Planungsphase werden üblicherweise mehrere Firmen kontaktiert, die eingeladen werden, eine projektbezogene Eigendarstellung zu liefern (darin muss dargelegt werden, ob das Unternehmen in Hinsicht auf seine personellen und finanziellen Ressourcen überhaupt in der Lage ist, das Projekt durchzuführen). Aufgrund dieser Informationen erhalten einige Unternehmen die Ausschreibungsunterlagen und können davon ausgehend ein Anbot stellen. Die Bestbieter werden auf eine so genannte „short list“ gesetzt und zu Vertragsverhandlungen eingeladen, an deren Ende der Vertragsabschluss mit einem Anbieter steht. Üblicherweise treten Verträge nach der Erteilung der notwendigen behördlichen Genehmigungen in Kraft. Spätestens dann wird ein Projektteam mit einer/einem ProjektleiterIn und der erforderlichen Anzahl sonstiger MitarbeiterInnen gebildet. Nach der Konstruktionsphase beginnt die Montagetätigkeit, daran anschließend folgen die Reinigung und Vorbereitung für die Inbetriebnahme (für dieses pre-commissioning werden eigene SpezialistInnen eingesetzt). Unter Aufsicht einer/eines Inbetriebsnahmeleiterin/Inbetriebsnahmeleiters erfolgt die schrittweise Inbetriebnahme, wobei nach der Feinabstimmung, dem Probelauf und einem abschließenden Testlauf ein Abnahmeprotokoll angefertigt wird. Die eigentliche Tätigkeit von AnlagenbautechnikerInnen endet erst nach einem problemlosen Funktionieren der Anlage während der gesamten Garantiezeit.

Aus- und Weiterbildungs- möglichkeiten:
Aufbaulehrgänge
Berufsbildende höhere Schulausbildungen
Berufsbildende mittlere Schulausbildungen
Berufsspezifische Ausbildungen
Fachhochschulstudien
Fernuniversitätsstudien
Kollegs
Lehrausbildungen
Privatuniversitätsstudien
Universitätsstudien
Vorbereitungslehrgänge
Weiterbildungen
Werkmeisterausbildungen
 
Berufsbereich: