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 Home » Beruf » Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester; Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger

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Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester; Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger:
KrankenpflegerIn; Krankenschwester (Dipl.);
Berufsbild:
Der Beruf "Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester/Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger" ist vielfältig und umfasst die individuelle Betreuung, Beratung, Begleitung und Pflege von gesunden, kranken und behinderten Menschen. Zu den wesentlichsten Aufgaben der Krankenpflege gehört es, Menschen aller Altersstufen in Problemsituationen beizustehen und gegebenenfalls dem Einzelnen ein würdiges Sterben zu ermöglichen. Für das Wohl der Kranken und Hilfsbedürftigen ist eine enge Zusammenarbeit mit Betroffenen, deren Angehörigen und anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen wichtig. Die Arbeiten am Krankenbett gestalten sich vielfältig und können nicht nach einem starren Schema ausgeführt werden. Sie sind stets den Bedürfnissen des Patienten und dessen Zustand anzupassen. Die Schaffung einer Atmosphäre, in welcher sich der Patient körperlich und seelisch möglichst wohl fühlen kann, ist Aufgabe des gesamten Betreuungsteams mit einer Schlüsselposition für Pflegepersonen, die große Eigeninitiative erfordert.
Voraussetzungen:
Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege (Ausbildung zur/zum Dipl. Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger).
Tätigkeiten:

Die Ausübung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege gliedert sich im Wesentlichen in drei Tätigkeitsbereiche, a) den eigenverantwortlichen Tätigkeitsbereich, b) den mitverantwortlichen Tätigkeitsbereich, c) den intedisziplinären Tätigkeitsbereich sowie erweiterte und spezielle Tätigkeitsbereiche: a) Eigenverantwortlicher Tätigkeitsbereich: Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege umfasst die Diagnostik, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle alle pflegerischen Maßnahmen im intra- und extramuralen Bereich (Pflegeprozess), die Gesundheitsförderung und -beratung im Rahmen der Pflege. Der eigenverantwortliche Bereich umfasst insbesondere - Erhebung der Pflegebedürfnisse und den Grad der Pflegeabhängigkeit von Patienten oder Klienten sowie die Feststellung und Beurteilung der zur Deckung dieser Bedürfnisse zur Verfügung stehenden Ressourcen (Pflegeanamnese); - Feststellung der Pflegebedürfnisse; - Planung der Pflege, Festlegung von pflegerischen Zielen und Entscheidung über zu treffende pflegerische Maßnahmen (Pflegeplanung); - Organisation der Pflege; - Durchführung der Pflegemaßnahmen; - Auswertung der Resultate der Pflegemaßnahmen (Pflegeevaluation); - Information über Krankheitsvorbeugung und Anwendung von gesundheitsfördernden Maßnahmen; - Psychosoziale Maßnahmen; - Dokumentation der Pflegeprozesses; - Anleitung und Überwachung des Hilfspersonals; - Anleitung und Begleitung der SchülerInnen im Rahmen der Ausbildung; - Mitwirkung an der Pflegeforschung. b) Mitverantwortlicher Tätigkeitsbereich: Unter dem mitverantwortlichen Bereich versteht man jene ärztlichen Tätigkeiten, die an diplomiertes Pflegepersonal delegiert werden können: Diplomiertes. Pflegepersonal Gesundheits- und Krankenschwestern und -pfleger assistierten den ÄrztInnen bei den verschiedenen Untersuchungen und Behandlungen bzw. führt bestimmte Tätigkeiten selbst durch (z.B. Blutabnahmen, Vorbereitung und Anschluss von Infusionen und Transfusionen, Nieren- und Magenfunktionsprüfungen,) oder beim Verabreichen von Injektionen etc.). Die ärztliche Anordnung wie auch deren Durchführung muss schriftlich dokumentiert werden. c) Interdisziplnärer Tätigkeitsbereich: Der Interdiziplinäre Aufgabenbereich umfasst Tätigkeiten, die die Dipl. Pflegeperson nach eingehender Beratung mit Angehörigen anderer Gesundheitsberufe ausübt. Im Rahmen des interdisziplinären Aufgabenbereichs hat die Dipl.Pflegeperson das Vorschlags- und Mitentscheidung: Sie unterbreitet Vorschläge für Maßnahmen, die Angehörige anderer Gesundheitsberufe betreffen. Sie prüft Vorschläge, die andere Fachpersonen an sie richten und sie entscheidet aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz zusammen mit anderen Fachpersonen über zielführende Maßnahmen zum Wohle der PatientInnen/KlientInnen. Für Maßnahmen, die die Dipl. Pflegeperson im Anschluss an eine interdisziplinäre Beratung zur Ausführung übernimmt, trägt sie die Durchführungsverantwortung. Konkret umfasst der interdisziplinäre Aufgabenbereich folgende Tätigkeiten: Verhütung von Krankheiten und Unfällen; Erhaltung und Förderung der Gesundheit, Gesundheitsberatung; Vorbereitung der PatientInnen/KlientInnen und ihrer Angehörigen auf die Entlassung aus dem Krankenhaus; Hilfestellung bei der Weiter-betreuung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus; Beratung und Sorge für die Betreuung während und nach einer physischen oder psychischen Erkrankung. Erweiterte und spezielle Tätigkeitsbereiche: Der erweiterte Tätigkeitsbereich umfasst die Ausübung von Spezial-, Lehr- oder Führungsaufgaben. Die speziellen Tätigkeitsbereiche umfassen folgende Spezialaufgaben: Kinder- und Jugendlichenpflege; Betreuung und Pflege bei Erkrankungen im Kindes- und Jungendalter Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege: Betreuung und Pflege von Menschen mit psychischen Störungen und neurologischen Erkrankungen aller Alters- und Entwickungsstufen sowie Förderung der psychischen Gesundheit Intensivpflege: Beobachtung, Betreuung, Überwachung, Pflege von Schwerstkrank

Anforderungen:
Um den Anforderungen der Ausbildung und der späteren Berufstätigkeit zu entsprechen, sind folgende Fähigkeiten und Eigenschaften erforderlich:
- Aufgeschlossenheit für menschliche und soziale Probleme
- Einfühlungsvermögen und Beobachtungsgabe
- Seelische Belastbarkeit und Ausgeglichenheit
- Absolute Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstein, Intelligenz, rasche Auffassungsgabe und die Fähigkeit unvorhergesehene Situationen richtig zu beurteilen und rasche Entscheidungen treffen zu können
- Kontaktfreudigkeit und -fähigkeit
- Manuelle Geschicklichkeit und praktische Veranlagung
- Die zur Erfüllung der Berufspflichten erforderliche Vertrauenswürdigkeit.
Beschäftigung:
Die Arbeitsmöglichkeiten für Krankenschwestern und -pfleger sind vielfältig: Der Beruf kann in Krankenhäusern in verschiedenen Abteilungen, Ambulatorien, Sanatorien, Kuranstalten, Heimen, Arztpraxen und Behindertenbetreuungseinrichtungen und Rehabilitationszentren ausgeübt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Hauskrankenpflege (sozialmedizinischer Pflegedienst), entweder freiberuflich oder in einem Dienstverhältnis zu Institutionen, die Hauskrankenpflege anbieten.
Es besteht die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung in Krankenhäusern und Ambulatorien.
Weiterbildung:

Weiterbildungsmöglichkeiten/Formen&Institute:
Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
Internet: http://www.krankenpflegeschule.at

Fortbildungsmöglichkeiten: Kurse der Dienstgeber (z.B. Gemeinden); Kurse/Seminare des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes; Basale Stimulation; Kinästhetik; Pflegeforschung; Qualitätsmanagement; Sonderausbildung für Leitendes Personal; Validation Weiterbildungsmöglichkeiten/Inhalte&Bereiche; Arbeitsmedizin; Berufsreifeprüfung; Forschungsmanagement; Führungsaufgaben, Leitendes Personal, Stationsleitung; Gesundheitswissenschaft; Hauskrankenpflege; Herzerkrankungen; Hygienefachkraft; Intensivpflege; Kontinenz- und Stomaberatung; Laktationsberatung; Lehre (Lehrendes Personal); Nierenersatztherapie; Onkologie; Operationsbereich; Ostheopathie; Pflegeberatung; Pflegemanagement; Psychosoziale Beratung´; Sozialmedizin; Sterilgutversorgung
Universitätslehrgänge, z.B.  ULG für lehrendes Personal der Gesundheits- und Krankenpflege; ULG für Krankenhausmanagement;  ULG für Pflegewissenschaften.

Verwandte Berufe:
Hebamme
Arbeitsmedizinische/r AssistentIn
Mobile/r Gesundheits- und KrankenpflegerIn
Berufsverlauf :
Aufstiegsmöglichkeiten sind zur (zum) Stationsschwester (-pfleger) sowie zur (zum) Oberschwester (-pfleger) gegeben. Für diese Ausübungsform müssen Sonderausbildungen absolviert werden.

Die Stationsschwester ist mit der Führung einer Station, die Oberschwester mit der Führung einer Abteilung betraut. Eine andere Möglichkeit bietet sich in der Ausübung von lehrenden Funktionen, wie Lehrschwester und Schuloberin. Die Lehrschwester ist für den theoretischen und praktischen Unterricht der Krankenpflegeschüler(innen) in ihrem Fach verantwortlich und benötigt hiezu pädagogische Fähigkeiten. Die Schuloberin ist mit der Schul- und Internatsführung einer Krankenpflegeschule betraut und hat die Dienstaufsicht über die ihr unterstellten Lehr- und Internatsschwestern.
Um diese lehrenden Funktionen ausüben zu können, werden Ausbildungskurse abgehalten.

Beschäftigungsmöglichkeiten für diplomiertes Krankenpflegepersonal ergeben sich auch durch Spezialisierung zur (zum):
Intensivschwester (-pfleger) für die besondere Betreuung von Patienten in Intensivstationen, wobei für den Einsatz der dort befindlichen medizinischen Apparaturen und die speziellen Pflegemaßnahmen besondere Kenntnisse erforderlich sind.
Anästhesieschwester (-pfleger), welche(r) im Operationssaal dem Anästesiearzt bei der Narkose behilflich ist.
Operationsschwester (-pfleger) für die Betreuung von Patienten bei der Dialyse (=Blutwäsche, die durch mangelnde Funktion der Nieren notwendig ist).
Hygienefachkraft, die für die hygienischen Belange in einem Krankenhaus zuständig ist.
Zum Teil findet die Weiterbeschäftigung am Ausbildungskrankenhaus statt. Ein gewisser Anteil der Absolventen findet an Krankenanstalten in anderen Bundesländen, aber auch im benachbarten deutschsprachigen Ausland Beschäftigung.
Berufsvertretung:
ÖGKV Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
Weitere Informationen:
http://gesundheitsberufe.gespag.at/125_128.php
Berufstyp:
Reglementierter Beruf.
Zuständige Behörde:
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Abt. I/B/6
Aus- und Weiterbildungs- möglichkeiten:
Berufsbildende mittlere Schulausbildungen
Fachhochschulstudien
Fernuniversitätsstudien
Lehrgang zur universitären Weiterbildung
Privatuniversitätsstudien
Universitätslehrgänge, Lehrgänge zur Weiterbildung
Vorbereitungslehrgänge
Weiterbildungen
 
Berufsbereich: